Herzlich willkommen auf der Internetseite der Bürgerbewegung Freunde des Spessarts

Unsere Position

Wir sind Menschen aus der Region und haben uns ursprünglich zusammengefunden, um den Spessart als Zielgebiet und möglichen Standort für den von der Bayerischen Staatsregierung ausgerufenen dritten bayerischen Nationalpark zu bewerben.

Das Versprechen eines weiteren Nationalparks für Bayern wurde von der Regierung unter Ministerpräsident Markus Söder gebrochen. Keines der fünf von den staatlichen Expert*innen vorgeschlagenen Waldgebiete in Bayern wurde ausgewählt. Die Realisierung eines Nationalparks ist deshalb von der jetzigen CSU-FW-Regierung leider nicht zu erwarten. Umso wichtiger erscheint es uns aber, dass sich die Bürgerbewegung Freunde des Spessarts gerade deshalb verstärkt dafür einsetzt, die wertvollen Laubwälder des Spessarts auch ohne den Schutzstatus eines Nationalparks zu erhalten und ökologisch zu verbessern.

Wir unterstützen daher das kürzlich seitens der Naturschutzverbände BUND Naturschutz und LBV erarbeitete Naturwaldkonzept (MEHR DAZU HIER), das über den ganzen Spessart verteilte Schutzgebiete vorsieht.
Als langfristiges Ziel halten wir an der Etablierung eines Nationalparks im Spessart fest. Wir sind der festen Überzeugung, dass echte Waldschutzgebiete, die frei von forstwirtschaftlicher Nutzung der Natur ihren eigenen Lauf lassen, Vorteile auch für die regionale Bevölkerung bieten und letztlich von der Mehrheit der Menschen unserer Heimatregion gewollt werden.

Wir setzen uns dafür ein, dass der Bürgerwille, der sich mehrheitlich klar für weitere Nationalparke in Bayern ausspricht, unterstützt und umgesetzt wird. Erreichen wollen wir dies durch Aufklärung der Bevölkerung über die Notwendigkeit und die segensreichen Wirkungen von Waldnaturschutz. Unwahren Behauptungen über Natur- und Waldschutz werden wir entschieden entgegentreten. Dabei ist uns eine sachliche Diskussion auf der Basis von naturschutzfachlich und wissenschaftlich belegbaren Fakten ein großes Anliegen.

Derzeit gilt unsere besondere Sorge und Aufmerksamkeit dem „Waldsterben 2.0“, das bayernweit insbesondere die Fichte und die Kiefer betrifft. In zunehmendem Maße ist jedoch bereits im Spessart, wie auch in einigen anderen Regionen, ein Übergreifen in unterschiedlicher Ausprägung auf unsere heimischen Laubbäume festzustellen. Ursache dafür sind die eingetretenen deutlichen klimatischen Veränderungen und dabei insbesondere die Dürresommer der letzten 3 Jahre.

Es existiert die reale Gefahr, dass unser Waldökosystem auch im Spessart weiter zunehmend und extrem gefährdet sein wird. Aktuell werden bereits große Hitze- und Trockenheitsschäden festgestellt. Die Klimaänderung lässt sich leider nicht kurzfristig aufhalten. Schadensbegrenzung ist angesagt, d.h. dass gerade auch im Spessart unverzüglich die Bewirtschaftung unseres Waldes an die geänderten Klimabedingungen angepasst werden muss. Insbesondere das Kronendach der Laub-, vor allem der Buchenwälder, darf nicht noch weiter aufgerissen werden, damit der Hitzestress reduziert und ein kühles Waldinnenklima geschaffen und erhalten werden kann! Am besten lässt sich diese Zielsetzung natürlich in großflächigen, zusammenhängenden Naturwaldbereichen umsetzen, bei denen die forstwirtschaftliche Nutzung komplett eingestellt ist. Gleichermaßen wichtig ist aber eine schonende, angepasste Bewirtschaftung in der Wirtschaftswaldfläche, die ja immer den Löwenanteil des Waldes ausmachen wird. Natürlich begrüßen wir es auch, wenn die Kommunalwälder ebenfalls diese Kriterien berücksichtigen. Sowohl im Wirtschaftswald wie auch in noch auszuweisenden Naturwaldbereichen.

Die Freunde des Spessarts haben in der Vergangenheit schon mehrfach auf diese Problematik hingewiesen und fordern, dass nun endlich Taten folgen, sehen Sie dazu u.a. folgende Beiträge auf unserer Webseite:

Leserbrief von FdS-Mitglied Joachim Eich zum Main-Echo Artikel „Schäden in Wäldern größer als gedacht“

Pressemitteilung: Zum Tag des Baumes fordern die Naturschützer: „Lasst die dicken Buchen leben!“

Pressemitteilung: Spessartschützer bringen Einschlag-Moratorium im Spessart als Gegenmaßnahme zum „Waldsterben 2.0“ in die Diskussion