Statement der Bürgerbewegung „Freunde des Spessarts“ zum Presseartikel vom 15.9.18 im Mainecho „Drohbrief an Herrn Winter“:

Anonyme Drohbriefe bedeuten eine erhebliche seelische Belastung für den Betroffenen. Insoweit hat Herr Winter meine uneingeschränkte Solidarität. Ich kenne dieses Gefühl aus eigener Erfahrung. Bei meinem Einsatz für einen Nationalpark im Spessart habe ich im letzten Jahr ebenfalls einen anonymen Brief mit wüsten Beleidigungen und einem „Todeswunsch“ erhalten.  Auf eine Anzeige habe ich seinerzeit ebenfalls verzichtet. Den Wortlaut des damaligen Briefes können Sie hier nachlesen:

Anonymer Drohbrief an B Kempf 2017

Allerdings darf nicht vergessen werden, dass gerade Herr Winter hier nicht nur Opfer ist. Es gab bei der Nationalparkdiskussion keine Person in verantwortlicher Stellung, die wie Herr Winter die Emotionen im Spessart aufgepeitscht hat. Er und der von ihm orchestrierte Verein „Wir im Spessart“ haben dabei auch nicht davor zurückgeschreckt, die Stimmung mit unwahren Behauptungen zusätzlich aufzuheizen. Ich habe seinerzeit Herrn Winter einmal in einer Versammlung des BN mit einem bekannten amerikanischen Präsidenten verglichen, der ähnlich agiert. In einer email an Herrn Winter habe ich dies damals ausführlich erläutert und eine Reihe von Beispielen dazu aufgeführt. Eine Stellungnahme von Herrn Winter auf meinen Hinweis auf diese Unwahrheiten habe ich nie erhalten. Diese email liegt diesem Schreiben bei.

Herr Winter betreibt hier eine Doppelstrategie. Er gibt sich als Opfer und gleichzeitig mißbraucht er das Schreiben eines Wirrkopfs um seine politischen Gegner beim Thema Eichenzentrum zu verunglimpfen. Er sagt: „Die Art der Auseinandersetzungum um die Projekte der Staatsregierung im Spessart verletze allerdings längst alle Regeln des Anstands in einer Demokratie.“ Ausgerechnet Herr Winter beklagt das. Warum haben die zahlreichen Gegner des Eichenzentrums den Anstand verletzt, nur weil sie sich gegen unsinnige Millioneninvestitionen aussprechen und unser idyllisches Hafenlohrtal davor bewahren wollen, zum Rummelplatz zu werden? Wie kann Hr. Winter diese Menschen mit einem anonymen Schreiberling auf eine Stufe setzen?

Demokratie lebt vom offenen und fairen Austausch von Meinungen und dem Recht seine Meinung zu äußern, aber auch der Pflicht, sich namentlich hinter seine Meinung zu stellen und bei der Wahrheit zu bleiben. Die Freunde des Spessarts werden dies auch weiterhin so halten. Daher bedauern wir es auch zutiefst, dass es uns nicht gestattet wird, auf dem Apfelmarkt in Waldaschaff mit einem Informationspavillon vertreten zu sein. Dort wollten wir die Schönheiten des Spessarts präsentieren und für unsere Ideen des Naturschutzes werben, so wie wir es schon in Aschaffenburg, Mönchberg und Kleinwallstadt auf diversen Märkten getan haben. Außerdem wollten wir den Bürgern die Chance geben, sich mit einer Unterschrift gegen das Eichenzentrum auszusprechen, wenn sie davon nicht begeistert sind. Ausgerechnet in der Heimatgemeinde von Hrn Winter wird dies nun nicht „erlaubt“.

Wer sich von unseren Mitbürgern sein Recht auf freie Meinungsäußerung nicht so einfach nehmen lassen will, der kann nach wie vor HIER seine Unterschrift online abgeben.

Dr. Bernd Kempf

1. Vorsitzender BB FdS