Waldwirtschaft

Klassisches Beispiel für eine neu angelegte Eichenkultur im Spessart

Die im Herbst 2018 aus Saat hervorgegangene Eichenkultur liegt in der Waldabteilung Geldloch des Forstbetriebs Rothenbuch. Sie zeigt auf typische Weise die seit zwei Jahrhunderten angewandte Methode der Eichennachzucht im Spessart. Zur Vorbereitung der ca. 2,5 Hektar großen Kultur wurde ein überwiegend aus Buche bestehender Altbestand bis auf wenige Überhälter kahlgeschlagen und das Holz wie üblich verwertet. Die übrig gebliebenen Äste der Baumkronen wurden von der Fläche geräumt und der Boden mit einem Scheibenpflug bearbeitet. Danach wurden die Eicheln in die Pflugriefen gesät und die Kultur mit einem Zaun vor dem Wild geschützt.

Es ist ein legitimer Anspruch der Forstwirtschaft und in Zeiten des Klimawandels sogar eine Notwendigkeit, die heimische Spessarteiche auch künftig in die Wälder zu integrieren. Dies muss jedoch auf eine naturverträgliche Art und Weise geschehen. Machen Sie sich anhand des gezeigten Beispiels selbst ein Bild und finden Sie nähere Hintergründe hier.

Des Weiteren machen wir darauf aufmerksam, dass diese Eichenkultur ausgerechnet in einem Waldbereich angelegt wurde, der nach dem Vorschlag verschiedener Natur- und Umweltverbände in einen Biotopverbund für Naturwaldentwicklung integriert werden sollte. Sollten auch künftig ähnlich starke Eingriffe innerhalb dieses Biotopverbundes stattfinden, so würden gerade die ökologisch hochwertigsten Waldbereiche Stück für Stück verloren gehen.